Die Geschichte des Museums

Eine der bedeutendsten Pfahlbausiedlungen des Alpenraumes, die schon in der Bronzezeit bewohnt war.

Im Pfahlbaumuseum des Ledrosees, das in den 70er Jahren gegründet wurde und Außenstelle des MUSE, dem Museum für Wissenschaft, ist, wird der Besucher durch das Leben in der Bronzezeit geführt, wobei Rekonstruktionen und Originalüberreste einer Pfahlbausiedlung zu sehen sind (2.200-1350 v.Chr.), die am östlichen Ufer des Sees entdeckt wurden. 2011 wurde die Fundstätte zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt.

Die Reste der Pfahlbauten des Ledrosees sind nach tausenden Jahren im Herbst 1929 erneut ans Tageslicht gekommen, als der Wasserspiegel des Ledrosees gesenkt wurde, um das Wasserkraftwerk von Riva del Garda zu bauen.

Am Südufer des Sees kam eine Fläche mit über 10.000 Pfählen zum Vorschein, die Zeugnis über eine der größten, seither in Italien, aber bis heute auch eine der bedeutendsten in Europa entdeckten prähistorischen Fundstätten ablegen.

Dank einer großen Investition der Autonomen Provinz Trient wurde das Museum 2019 komplett erneuert, womit das besondere Augenmerk belegt wird, das die lokale Regierung auf Kultur, Kulturerbe und Geschichte in allen Gebieten des Trentins richtet.

Im Museum ist ein Teil der erlesenen Handwerksprodukte aus einer der bedeutendsten Pfahlbausiedlungen des Alpenraums ausgestellt. Mit der Rekonstruktion von vier Hütten mit Einrichtungsgegenständen und Hausrat wird ein Überblick über das prähistorische Alltagsleben gegeben, in das der Besucher eintauchen kann, um zu erfahren, wie unsere Vorfahren lebten.

Die neue Innenausstattung spiegelt Konzepte wie Dynamik, Transparenz, Leichtigkeit, Unmittelbarkeit, Spektakularität und Inklusion wider, damit der Besucher in eine Umgebung eintauchen kann, die frei von Grenzen und vorgegebenen Routen ist.

Vier Themen werden behandelt, die sich um eine konzeptuelle Achse, vom Makro- zum Mikrobereich, drehen. Ausgehend von den Pfahlbauten als Phänomen im Alpenraum und in Europa geht es über die Dimension der Siedlung und deren Umgebung, bis hin zu den dort lebenden Menschen, deren Aktivitäten und zahlreichen großen und kleinen Dingen, die uns von den Siedlern der 4.000 Jahre alten Pfahlbauten unterscheiden, wir aber auch mit ihnen teilen.

Sehenswertes

Das Gewebe

Aufgrund des Lehmgrundes des Sees sind Handwerksprodukte pflanzlichen Ursprungs erhalten. Knäuel, Netzfragmente, Gewebestücke, die unterschiedlich verarbeitet und durch Einarbeitung von Samen in das Gewebe verfeinert sind, ein Gürtelband mit konzentrischen Rautenmustern, die mit einer brokatähnlichen Technik gefertigt sind.

Die Bronze

Diademe, Haarnadeln, Beilklingen und der wunderschöne „typische Ledro-Dolch“: All diese Funde sind aus Bronze gefertigt, dem Hauptmaterial der Pfahlbauepoche, das so wichtig und innovativ war, das danach sogar die „Bronzezeit“ benannt wurde.

Das Kanu

Das Kanu ist aus einem einzigen, 5 m langen Stück Tannenholz gebaut und das schönste Fundstück aus Holz, das im Laufe der Ausgrabungen ans Tageslicht gebracht wurde. Es wurde vor etwa 3.600 Jahren gefertigt und vermutlich verwendet, um Materialien und Werkzeuge von einem Ufer zum anderen zu transportieren oder die für den Fischfang am besten geeigneten Stellen zu erreichen.

Das Brot

Die Geschichte des Brotes geht bis in die Altsteinzeit zurück, hinterlässt Spuren sowohl bei den alten Ägyptern als auch in Ledro. Genau so ist es! Unsere Pfahlbau-Vorfahren mahlten das Getreide und buken Brot, so wie jenes Brot, das in einer der „Edelvitrinen“ ausgestellt ist.

ReLED

Ein Netz von Museen, die auf das Ledrotal verteilt sind

2012 wurde ReLED, das Museumsnetz des Ledrotals, ins Leben gerufen. Die Museen sind über das Gebiet verteilt, und verbinden den Garda- mit dem Idrosee. Das Pfahlbaumuseum, das Garibaldi- und Kriegsmuseum, der Colle Ossario (Gebeinhügel) Santo Stefano, das Besucherzentrum Ampolasee, Besucherzentrum „Mons. Ferrari” für die Flora und Fauna von Tremalzo, das Internationale Beringungszentrum von Casèt, das Museum des Pharmalabors Foletto und die Schmiede von Pré sind Knotenpunkte dieses Netzes, das die Möglichkeit bietet, verschiedene Themenbereiche zu vertiefen und sich zu vergnügen.

Archäologie, Botanik, Geschichte, Völkerkunde, Zoologie, Biologie und altes Handwerk sind Bereiche, die von Groß und Klein in Laboratorien, durch Aktivitäten und geführte Touren auf unterhaltsame Weise entdeckt und erforscht werden können. Über das Museumsnetz werden die jeweiligen Events in Zusammenarbeit mit dem Netz der Naturschutzgebiete der Ledrenser Alpen organisiert.

Das Team

Donato Riccadonna
donato.riccadonna@muse.it
Verantwortlicher des Museumsnetzes Ledro-ReLED

Romana Scandolari
romana.scandolari@muse.it
Paläontologie, Kuratorin des Museums

Luca Scoz
luca.scoz@muse.it
Kultur-und Geschichte-Funktionäre

Alessandro Fedrigotti
alessandro.fedrigotti@muse.it
Kultur-und Geschichte-Funktionäre

Matilde Peterlini
matilde.peterlini@muse.it
Kultur-und Geschichte-Funktionärin
Koordinatorin für das Netz der Naturschutzgebiete der Ledrenser Alpen und des Chiesetals

Eleonora Pisoni
eleonora.pisoni@muse.it
Kultur-und Geschichte-Assistenten

Simone Floresta
simone.floresta@muse.it
Kultur-und Geschichte-Assistenten

Manuela Pernter
manuela.pernter@muse.it
Kultur-und Geschichte-Assistenten

Sabrina Buscè
sabrina.busce@muse.it
Kultur-und Geschichte-Assistenten

Marta Gobbi
marta.gobbi@muse.it
Kultur-und Geschichte-Assistenten

Luisa Proni
luisa.proni@muse.it
Kultur-und Geschichte-Assistenten

Forschung

Das Museum war im Lauf der Jahre Gegenstand zahlreicher Forschungen seitens von Experten und Wissenschaftlern.

Um die Bibliografie aufzurufen, historische Dokumente zu konsultieren und Einsicht in Forschungen zu haben, wenden Sie sich bitte an das Museum.

Tel: +39 0464 508182
Mail: museo.ledro@muse.it